Warum sind Deine Visionen & Ziele für Andere nur Utopien?

Aktualisiert: 23. Juni 2021



Wie entstehen überhaupt Utopien? In einem äußerst interessanten, inspirierenden und nachdenklich machenden fiktiven Interview (siehe Quellenangabe am Ende des Artikels) erzählt der bekannte zeitgenössische Autor Leif Randt vom Entstehen von Utopien. Obwohl sein Text ganz sicher nicht als Steilvorlage für Coaching-Ansätze gedacht war, komme ich wiederum aus meiner Sicht als Coach natürlich nicht umhin, die Fragen, die er stellt, just als solche zu sehen.


Ich finde es spannend, in einer Zeit, in der sehr viel über Veränderungen gesprochen und geschrieben worden ist, in der Menschen wie ich andere ermutigen, mal für sich selbst anders zu denken für die Zeit nach der Krise (wann auch immer das sein wird) – und in der dann doch alle so weitermachen wollen wie bisher, die Frage nach Utopien zu stellen.


Mir als Beraterin der Menschen, die zu mir kommen, geht es nicht um eine gesellschaftliche oder globale Fragen. Darüber mache ich mir gerne als Privatperson so meine Gedanken.


Wie können Menschen das Leben führen können, das sie führen wollen? Dies liegt mir als Coach am Herzen.

Dafür würde man nicht das Wort „Utopie“ benutzen, sondern eher „Vision“ oder „Lebensziel“. So wie wir als Gesellschaft allerdings nicht ernsthaft über alternative Zukunftsformen diskutieren (weil uns offenbar ja alles entweder als „systemrelevant“ oder „alternativlos“ verkauft wird), so selten finden aber auch diese Fragen nach einem alternativen Lebensentwurf Einlass in den privaten Bereich.


Nachdenken über das eigene Leben braucht Energie

Das ist zum Teil verständlich, denn dies setzt auch Selbst-Reflexion voraus. Das ist anstrengend, manchmal unangenehm und ganz sicher oft recht unerfreulich. Wenn ich in den Spiegel gucke, übersehe ich gerne das, was ich an anderen Menschen kritisiere. Sind wir ehrlich, müssen wir zugeben, dass unser Ego, unsere künstliche Persönlichkeit, sowohl unseren eigenen Visionen und Zielen im Wege steht als erst recht auch größeren Utopien, in denen das Wohl aller Beachtung finden soll.


Lebensziele brauchen eine Änderung der eigenen Sichtweise

Was also tun? Wo anfangen? Ich denke, wir haben keine Wahl als bei uns selbst anzufangen. Worauf sonst haben wir Einfluss? Wir können sicherlich nicht alles verwirklichen, was wir früher als Kinder vielleicht alles mal wollten. Dafür sind wir älter geworden, möglicherweise auch nicht mehr so fit oder energiegeladen wie noch vor Jahren, und haben hoffentlich auch einen gesund-realistischen Blick auf das, was ist.


Wenn mein Wohl eingebettet sein soll in das Wohl der anderen, dann ist das nur hinzubekommen, wenn wir alle daran arbeiten, unsere Schattenseiten ans Licht zu bringen, sie zu erlösen, alte Schmerzen, die uns wieder und wieder von anderen getriggert werden, endlich zu transformieren. Frei von den Lasten der Vergangenheit, der Erwartungen der Zukunft, von Programmierungen aus alten Leben, von Versprechen, Eiden und Gelübden, die unsere Seelen in grauer Vorzeit abgeschlossen haben … davon befreit, kann ich JETZT schauen, was mir gut tut und wie ich mich JETZT einbringen kann in die Gesellschaft um mich herum. Das ist wohl meine Vision.


„Aber sobald es um Zufriedenheit geht, wird sehr viel gelogen. Denk an dich selbst. Wie konstant ist deine Laune? An guten Tagen ist es einfach, sich wegzuträumen, an andere Orte, in andere Zeiten. An schlechten Tagen funktioniert nicht mal das, weil die Gegenwart eine Belastung ist, und weil an schlechten Tagen keine Zeit und kein Ort noch ein Versprechen darstellt. Was uns manchmal hilft, sind drei einfache Fragen.“ … „Erstens: Was wäre jetzt gerade schön? Zweitens: Warum geht das jetzt nicht? Drittens: Was müsste passieren, damit es geht? In den meisten Fällen stecken wir dann schon in einer Art Brainstorm und kriegen wieder bessere Laune. Sobald wir alles nicht mehr ganz so wichtig nehmen. Und wenn die bessere Laune trotzdem nicht einsetzt, gehen wir zum Sport oder bestellen uns Essen.“ Zitat Leif Randt

Diese Korrektur des eigenen Mindsets lege ich dir für heute an Herz.


Auf deine Erfahrungen bin ich gespannt und freue mich, wenn du sie mit mir teilst.


Licht & Liebe, Corinna

 

Warum dieser Artikel entstand:


Eine solche Erwähnung von einem Schriftsteller erhält man nicht alle Tage:

„Die Lebensgefährtin meines Vaters ist Glückstrainerin. Sie bietet Kurse für Manager mittelständischer Unternehmen an, aber auch für Privatleute. Auf ihrer (alten, aber nicht veralteten – Anmerkung der Coach) Webseite schreibt sie: "Zuhören ist meine Stärke, das Erkennen von Blockaden und multidimensionalen Zusammenhängen meine Leidenschaft. Löse mit mir deine Engstellen auf und finde den Anfang deines inneren roten Fadens. Denn: HEUTE fängt der Rest deines Lebens an.""


Und deshalb habe ich mich für die Form des Blogartikels als kleines Dankeschön entschieden.


 

Quellen:


Bildnachweis:

  • Danke an canva.com für die hier verwendeten Fotos.

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